rujo 📚 reviewed Sorla Flusskind by Amadeus Firgau (Sorla, #1)
Ein Buch über ein Kind, aber kein Kinderbuch
5 stars
Sorla Flusskind ist der Auftaktroman zu einer fünfteiligen Reihe, in der das Leben von Sorle-a-glach geschildert wird, den die Menschen nur kurz Sorla nennen. Dieser erste Teil beginnt bereits vor Sorlas Geburt mit dessen Eltern, widmet sich dann seiner frühen Kindheit an einem Fluss und seiner Ausbildung bei den Gnomen. In dieser Zeit ahnt noch niemand, dass Sorla ein größeres Schicksal vorherbestimmt ist, wenngleich in diesem Buch bereits klar wird, dass er außergewöhnlich ist.
Das Buch erschien wohl schon 1990 im Stendel-Verlag und wurde mir irgendwann in den 1990ern zum Geburtstag geschenkt. Als ich es das erste Mal las, da ich war davon ziemlich begeistert und es wurde zu einem meiner Lieblingsbücher. Ich las es inzwischen vier oder fünf Mal, das letzte Mal 2024, und bin davon noch immer sehr angetan.
Amadeus Firgau erfindet hier das Rad der Fantasy-Literatur nicht neu und greift viel auf bekanntes, wie z. B. Sagengestalten …
Sorla Flusskind ist der Auftaktroman zu einer fünfteiligen Reihe, in der das Leben von Sorle-a-glach geschildert wird, den die Menschen nur kurz Sorla nennen. Dieser erste Teil beginnt bereits vor Sorlas Geburt mit dessen Eltern, widmet sich dann seiner frühen Kindheit an einem Fluss und seiner Ausbildung bei den Gnomen. In dieser Zeit ahnt noch niemand, dass Sorla ein größeres Schicksal vorherbestimmt ist, wenngleich in diesem Buch bereits klar wird, dass er außergewöhnlich ist.
Das Buch erschien wohl schon 1990 im Stendel-Verlag und wurde mir irgendwann in den 1990ern zum Geburtstag geschenkt. Als ich es das erste Mal las, da ich war davon ziemlich begeistert und es wurde zu einem meiner Lieblingsbücher. Ich las es inzwischen vier oder fünf Mal, das letzte Mal 2024, und bin davon noch immer sehr angetan.
Amadeus Firgau erfindet hier das Rad der Fantasy-Literatur nicht neu und greift viel auf bekanntes, wie z. B. Sagengestalten zurück, schafft es aber, dem Bekannten seine eigene Note zu verleihen. Auch fließen wohl seine eigenen Schöpfungen mit ein, so dass die Geschichte trotzdem neu und irgendwie frisch wirkt oder zumindest damals so auf mich wirkte. Man merkt, dass Firgau ein Erzähler ist, der mit Sprache umgehen kann. Sein Erzählstil ist meistens klar und einfach, aber nicht plump. Und er nutzt Sprache auch, um den verschiedenen Rassen Eigenheiten zu verleihen. So drücken sich die Gnome zum Beispiel ziemlich gestelzt aus, während Trolle da sehr primitiv daherkommen. Und so kommt es, dass hin und wieder antiquierte Begriffe vorkommen, die mir nicht geläufig waren und ich nachschlagen musste. Ansonsten wirkt die ganze Geschichte aber sehr harmonisch und fließend. Die Charaktere wirken allesamt sehr überzeugend, sogar die, die ich nicht leiden kann. Firgau verliert sich übrigens auch nicht in Details oder ist damit zu geizig, sondern liefert Einzelheiten, wenn es sein muss oder es die Stimmung erfordert.
Leider gibt es aber auch einen Teil der Story, der mich nervt und den ich mittlerweile sogar abstoßend finde. Es geht um diese gewisse sektenartige Sexkommune, in der Sorlas Mutter noch vor dessen Geburt rein stolpert, sogleich durch untergejubelte Drogen gefügig gemacht und zu Ehren des Pferdegottes Rammbock... äh... Ramlok vom menschlichen Oberhengst vor versammelter Frauschaft rituell durchgerammelt wird. Dieses Geschehen wird dabei als gottgefällig und daher als etwas positives dargestellt. (Na, juhu, treten hier versteckte Neigungen des Autors zu Tage oder fand er das jetzt wirklich passend für die Geschichte?) Das Gute an diesem Abschnitt ist, dass er eher kurz ausfällt und recht früh im Buch vorkommt, so dass ich es beim Lesen jedes Mal wieder schnell verdrängen kann. Nicht nur wegen diesem Abschnitt ist dieses Buch definitiv kein Kinderbuch.
Nun, trotz durchaus kritikwürdiger Punkte mag ich diesem Roman noch immer volle 5 magische Gnomensteine verleihen. Mag sein, dass ich in Zukunft mal anders darüber denken werde, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Buch noch ein weiteres Mal lesen werde.
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