rujo 📚 reviewed Sorla Schlangenei by Amadeus Firgau (Sorla, #2)
Na, was schlüpft wohl aus einem Schlangenei?
4 stars
Der 2. Teil um den angehenden Helden Sorla ist, wie ich finde, eine durchaus gut gelungene Fortsetzung. Amadeus Firgau bleibt sich absolut treu, behält seinen Stil, seine Erzählweise bei und spinnt die Geschichte Stück für Stück weiter. Leider bleibt der Autor aber auch einigen seiner eher kruden oder zumindest fragwürdigen Einfällen treu; dazu aber später mehr. Die Story geht vom ersten Teil fast nahtlos über und wird hier so konsequent weitergeführt, dass sich mir der Gedanke aufdrängte, dass die ersten beiden Bücher eigentlich ein Text waren, der dann für die Veröffentlichung geteilt wurde.
Der erste Band endet mit einem gelungenen Schlusssatz und so fragt man sich zu Beginn natürlich, was der gute Sorla denn nun alles bei den Menschen im Dorf so erleben wird. Nur leider kommt er da aber erstmal gar nicht an, weil er auf dem Weg dorthin von einer echt fiesen Vettel abgefangen wird, die als Hobby …
Der 2. Teil um den angehenden Helden Sorla ist, wie ich finde, eine durchaus gut gelungene Fortsetzung. Amadeus Firgau bleibt sich absolut treu, behält seinen Stil, seine Erzählweise bei und spinnt die Geschichte Stück für Stück weiter. Leider bleibt der Autor aber auch einigen seiner eher kruden oder zumindest fragwürdigen Einfällen treu; dazu aber später mehr. Die Story geht vom ersten Teil fast nahtlos über und wird hier so konsequent weitergeführt, dass sich mir der Gedanke aufdrängte, dass die ersten beiden Bücher eigentlich ein Text waren, der dann für die Veröffentlichung geteilt wurde.
Der erste Band endet mit einem gelungenen Schlusssatz und so fragt man sich zu Beginn natürlich, was der gute Sorla denn nun alles bei den Menschen im Dorf so erleben wird. Nur leider kommt er da aber erstmal gar nicht an, weil er auf dem Weg dorthin von einer echt fiesen Vettel abgefangen wird, die als Hobby das Halten von Haussklaven hat. Und diese Zeit ist für den armen Sorla echt kein Zuckerschlecken und erinnert mich sehr an gewisse alte Volksmärchen. Ich leide jedes Mal wieder mit, denn auch dieses Buch habe ich mehrfach gelesen. Natürlich kann sich Sorla dann aber befreien und, wie es für ihn typisch ist, wird ihm diese furchtbare Erfahrung am Ende sogar nützlich sein. Dieses Muster, dass Sorla Schlimmes durchleben muss, daraus aber lernt und nur deshalb später andere schwierige Situationen meistern kann, ist eines der wesentlichen Elemente in der gesamten Buchreihe.
Nach der Episode mit der Gefangenschaft erreicht Sorla dann aber doch die Siedlung der Menschen, muss sich dort seinen Platz in der Gemeinschaft erobern und sich wieder bei diversen widrigen Gelegenheiten beweisen. Im weiteren Verlauf des Buches gewinnt Sorla auch immer wieder neue Freunde und spürt seinen Eltern nach, vor allem seiner Mutter, wobei er immer mehr über sich selbst erfährt. Seine Verbindung zu mystischen Schlangen wird, wie im Titel dieses Buches ja auch schon angedeutet, dabei immer deutlicher. Und wie auch schon im vorigen Buch ist die Story ziemlich abwechslungsreich und bietet kaum Platz für Langeweile. Am Ende wundert man sich, wie viel Sorla erlebt hat, obwohl es sich nicht um einen dicken Wälzer handelt.
Nun, es gibt vieles, was an den Sorla-Bücher außergewöhnlich gut ist, wie z. B. die lebhaften und glaubwürdigen Charaktere und die dahinfließende Geschichte, bei der man das Gefühl bekommt, dass der Autor sich alles von vorne bis hinten genau überlegt hat. Aber es gibt eben auch diese mich echt nervende Schattenseite und das ist der irgendwie pubertäre peniszentrierte Umgang mit Sexualität, der leider immer mal wieder auftaucht. Glücklicherweise belässt es der Autor dabei bei Andeutungen und umreißt gewisse Dinge nur, aber das dann so deutlich, dass nun wirklich jeder sofort weiß, wie hier der Hase hoppelt. Und so kommt es, dass die fidele Bumsgemeinschaft vom Zuchtgestüt aus Sorla Flusskind auch hier wieder eine Rolle spielt und zu meinem Leidwesen sogar zu einer durchaus wichtigen Zwischenstation wird. Dies ist dann auch der Grund, warum ich diesem Buch trotz aller Qualitäten nur 4 von 5 möglichen Schlangeneiern geben kann.
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